Center for History & Corporate Communication

Unter dem Dach des Center for History & Corporate Communication sind die Bemühungen um die historische PR-Forschung sowie zur Erforschung und Weiterentwicklung der Kommunikation von Unternehmensgeschichte vereint. Das Center richtet sich an kommunikations- und geschichtswissenschaftliche Communities sowie die Kommunikationspraxis, die Geschichte kommuniziert und die Kommunikationsbranche, die ihre eigene Geschichte interessiert. Geleitet wird es von Prof. Dr. Günter Bentele (Universität Leipzig) und dem Leipziger Alumnus Prof. Dr. Felix Krebber (Hochschule Pforzheim, Business School). 


Tagungsprogramm (folgt in Kürze)

Jahrestagung am 23.9.2021: Kommunikation der Geschichte – Geschichte der Kommunikation

  • Einmal im Jahr trifft sich künftig die kommunikations- und geschichtswissenschaftliche Community mit der Kommunikationspraxis, um aktuelle Forschungsergebnisse sowie Best-Practice-Beispiele zu diskutieren.
  • Thema ist zum einen die Geschichte des PR-Berufsfeldes, einzelner Abteilungen in Unternehmen, Maßnahmen und Persönlichkeiten. Ein Schwerpunkt der ersten Tagung liegt auf der Entstehung von Kommunikationsabteilungen großer Traditionsunternehmen.
  • Zum anderen geht es um Theorie und Praxis der Kommunikation von Geschichte bei Unternehmen aus integrierter Perspektive. Über die Marketingkommunikation hinaus werden Aspekte von gesellschaftlicher Verantwortung für Geschichte, Interner Kommunikation, Media Relations, Issues Management, Finanzkommunikation oder Employer Branding diskutiert. 
  • Die erste Jahrestagung findet am Donnerstag, 23.09.2021 ganztägig, coronabedingt rein digital statt und wird von der Universität Leipzig aus gestreamt.
  • Neben hochkarätigen Keynotes (z.B. Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Hartmut Berghoff, Universität Göttingen) stehen u.a. Vorträge der Carl Zeiss AG, der Hapag-Lloyd AG sowie der Robert Bosch GmbH über die Geschichte der Unternehmenskommunikation sowie zur Kommunikation historischer Themen auf dem Programm.
  • Das detaillierte Tagungsprogramm wird derzeit finalisiert und steht in Kürze zum Download zur Verfügung.
  • Die Teilnahme ist ausschließlich auf Einladung möglich.

Besuchen Sie das Deutsche Online Museum für Public Relations.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie von Prof. Dr. Günter Bentele.

pr-museum.de

Das Projekt pr-museum.de verfolgt das Ziel, historisches Wissen zur Geschichte der Public Relations und des Kommunikationsmanagements in Deutschland für Studierende, PR-Praktiker und für allgemein Interessierte zur Verfügung zu stellen. Medizin- oder Rechtsgeschichte gehören zum Lehrkanon jeder Medizin- oder Juraausbildung. Für die universitäre Ausbildung von Kommunikationsmanagern sollte Wissen über die Entwicklung des Berufsfeldes, zu den wichtigsten Akteuren, zur Entstehung der institutionalisierten Unternehmenskommunikation sowie zu Instrumenten oder Verfahren ebenfalls zur akademischen Allgemeinbildung gehören.

Das pr-museum.de wird sich zunächst auf das 19. und 20. Jahrhundert konzentrieren. Moderne Pressearbeit und Public Relations beginnen Anfang des 19. Jahrhunderts – zunächst in der Politik, dann in der Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen. Die Inhalte der Website pr-museums.de reichen von Einträgen zu den wichtigsten Personen der PR-Geschichte, über Organisationen (z.B. Bundespresse- und Informationsamt, Unternehmenskommunikation bei Krupp oder Siemens) bis hin zu den wichtigsten PR-Instrumenten und -Verfahren (z.B. Pressekonferenz, Kampagnen).


Weitere Informationen zu Ansprechpartnern und Öffnungszeiten sowie eine aktuelle Liste der im Archiv befindlichen Abschlussarbeiten finden Sie hier.

PR-Archiv

Das PR-Archiv umfasst eine vielfältige Sammlung, die aus drei Teilen besteht:

  • historisches Archiv mit Artikeln von 1949-1979
  • modernes PR-Medienarchiv mit Beispielexemplaren für Pressemappen, Faltblätter, Broschüren, Werk- und Kundenzeitschriften, Umweltberichte sowie Geschäftsberichte
  • Sammlung von ca. 600 Abschlussarbeiten (Bachelor-, Magister-, Masterarbeit und Dissertationen) sowie PR-Zeitschriften und sonstiger wissenschaftlicher PR-Literatur

Als besonders wertvollen Teil enthält das PR-Archiv – ausgelagert im Leipziger Universitätsarchiv – auch den Nachlass von Prof. Albert Oeckl und Dr. Friedrich Korte. Beide waren wichtige PR-Akteure der Nachkriegszeit und haben durch ihre Verbandsaktivitäten (DPRG), ihre Publikationen und Fortbildungsaktivitäten das Berufsfeld der sechziger und siebziger Jahre stark geprägt.

Das PR-Archiv geht auf eine Sammlungsidee von Prof. Dr. Günter Bentele zurück, der 1993 mit der Übernahme des ersten Lehrstuhls für Public Relations / Öffentlichkeitsarbeit im deutschsprachigen Raum, auch solche wissenschaftlichen Infrastrukturaufgaben in Angriff nahm. Trotz vieler Begrenzungen ist vor allem die Sammlung von Abschlussarbeiten für die Unterstützung der Lehre wichtig. Die Nachlässe, aber auch die Zeitschriften und Literatursammlungen bieten Unterstützung für die Forschung in den Bereichen Public Relations, Kommunikationsmanagement und strategischer Kommunikation.