Der Günter-Thiele-Preis für exzellente Abschlussarbeiten

  • Mit dem Günter-Thiele-Preis werden jedes Jahr herausragende Bachelor- und Masterarbeiten an der Universität Leipzig ausgezeichnet, die sich wissenschaftlich-konzeptionell oder sehr innovativ mit Fragen und Themen in Public Relations und im Kommunikationsmanagement beschäftigen.
  • Die Jury besteht aus den Professoren Dr. Günter Bentele und Dr. Bernd Schuppener sowie Lisa Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strategische Kommunikation der Universität Leipzig.
  • Der Preis ist mit 600 Euro (Master-Arbeiten) respektive 400 Euro (Bachelor-Arbeiten) dotiert. 
  • Die  Ausschreibung für den Günter-Thiele-Preis 2018 beginnt im September 2017.

 Was die Studierenden in Leipzig schreiben, gefällt mir sehr gut. Theoretisch hohes Niveau – aber ohne die Praxis aus den Augen zu verlieren.

                                                      Dr. h. c. Günter F. Thiele

Nr. 8 // Karriere im Kommunikationsmanagement

Janne Stahl, Ulrike Röttger

  • Forschungsbericht Nr. 8

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  • Key Findings

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Mit der Generation Y tritt aktuell eine Generation mit neuen und hohen Ansprüchen in die Arbeitswelt ein. Dies betrifft – ebenso wie alle anderen Arbeitsbereiche – auch das Kommunikationsmanagement. Der Forschungsbericht klärt, welche Berufserwartungen die Masterstudierenden aus PR-/Kommunikationsmanagement-Studiengängen haben. Employer Branding ist heute eine Vorrausetzung, um gut ausgebildete Nachwuchskräfte akquirieren zu können. Die Ergebnisse der Befragung zeigen auf, wie Unternehmen aufgestellt sein müssen, um für die Young-Professionals im Bereich des Kommunikationsmanagements attraktiv zu sein.
Über 200 Studierende aus elf PR-Vollzeit-Studiengängen in Deutschland haben Fragen zu ihren allgemeinen Erwartungen an eine Tätigkeit im Kommunikationsmanagement, den Erwartungen an die Phase des Berufseinstieges sowie dem weiteren Karriereverlauf im Kommunikationsmanagement beantwortet. In den Ansprüchen der Kommunikationsmanagement-Studierenden finden sich die Werte der vielbeschriebenen Generation Y wieder: Auf eine Work-Life-Balance wird ebenso stark geachtet wie auf Karrieremöglichkeiten, herausfordernde Arbeit, die Spaß macht, und finanzielle Absicherung. Die Studierenden sehen sich als „generalistische Spezialisten“, die sich zwar auf ein Arbeitsfeld spezialisieren möchten, dennoch bei Bedarf auch in anderen Arbeitsfeldern tätig sein können. Die PR-Abteilung sollte – nach Meinung der Befragten – eine hohe Akzeptanz im Unternehmen genießen und das Unternehmen selber sollte großen Wert auf Fairness und Kollegialität legen. Bei der Stellensuche sind die Homepages von Unternehmen die erste Anlaufstelle. Die Akquirierung von Bewerbern im Social Web stuft diese online-affine Bewerbergeneration als eher weniger wichtig ein.

Die Preisträger 2017

Bachelor: Lena Lülfing I Master: Lena Schneider

Lena Lülfing: Kultur-PR im Wandel

Bachelorabsolventin Lena Lülfing setzte in ihrer Abschlussarbeit „Kultur-PR im Wandel. Professionalisierungstendenzen in der Öffentlichkeitsarbeit für Kunst und Kultur am Beispiel ausgewählter Musikfestivals“ ein bisher kaum berücksichtigtes Feld in den Fokus der Kommunikationswissenschaft. Sie untersuchte die veränderten Rahmenbedingungen für Kulturanbieter und die damit einhergehende Rolle der PR-Arbeit in Kunst und Kultur. „Frau Lülfing hat sich diesem Thema mit einer ausgesprochenen Sorgfalt gewidmet und eine engagierte Befragung von neun Experten durchgeführt.“, urteilt Jury-Mitglied Bernd Schuppener.

 

Lena Scheider: Unternehmenskommunikation und Polyphonie

Lena Schneider hat in ihrer Masterbeit mit dem Titel "Unternehmenskommunikation und Polyphonie - Interdisziplinäre Grundlagen und konzeptionelle Perspektiven" das aus der Musik stammende Konzept der Polyphonie als Lösung für die Herausforderung der zunehmenden dezentralen Unternehmenskommunikation modelliert. Die Arbeit verzichtet explizit auf empirische Methoden und widmet sich ganz der theoretischen Durchdringung des Konzepts der Polyphonie. Dieses findet im internationalen Fachdiskurs der Unternehmens- und Organisationskommunikation aktuell breiten Anklang.

Die Preisträger 2016

Bachelor: Denise Weigelt | Master: Maria Borner

Denise Weigelt: The PR-Oath

Denise Weigelt untersuchte in ihrer Bachelorarbeit „The PR-Oath - Über die Brauchbarkeit eines Berufseides für angehende Kommunikationsmanager“ die Rolle von Kodizes in der PR-Branche und die Chancen für einen PR-Eid. Frau Weigelt hat sich – so die Jury – mit einem innovativen Thema für die Berufsfeldforschung beschäftigt und eine engagierte Befragung von fünf Experten im Bereich PR-Ethik vorgenommen.


Maria Borner: Corporate Listening in der Unternehmenskommunikation

In ihrer Masterarbeit unter dem Titel „Corporate Listening in der Unternehmenskommunikation. Theoretische Modellierung und Definition des organisationalen Zuhörens als strategischen Kommunikationsmodus“ hat sich Maria Borner mit dem innovativen Thema des organisationalen Zuhörens und der Wertschöpfung beschäftigt. Dazu hat sie nicht nur eigene analytische Arbeiten zum Corporate Listening vorgenommen, sondern auch ein äußerst anspruchsvolles theoretisches Konzept entwickelt. Maria Borner, die im Sommersemester 2016 ihr Master-Studium Communication Management erfolgreich abgeschlossen hat, war während ihres Studiums u.a. an Forschungsprojekten des Lehrstuhls für Strategische Kommunikation beteiligt.

Die Preisträger 2014

Bachelor: Maike Lehnhoff | Master: Kevin Reisig

Maike Lehnhoff: Vorbilder für die Karriereplanung im Kommunikationsmanagement

Bachelorabsolventin   Maike   Lehnhoff   untersuchte   in   ihrer   Abschlussarbeit   „Vorbilder   für   die   Karriereplanung   im   Berufsfeld   Kommunikationsmanagement/PR“   die   Rolle   von   Vorbildern   für   die   Karriereplanung   von   Studierenden   und   Alumni.   Sie   hat   damit   ein  innovatives   Thema   für   die   Berufsfeldforschung  erschlossen.  Ihre interdisziplinäre  Herangehensweise und  eine  engagierte  empirische  Befragung von Studierenden und Alumni der Universität Leipzig zeichnen laut Jurybegründung die Arbeit aus. Seit Oktober 2014 führt Maike Lehnhoff ihr Studium im Studiengang Communication Management in Leipzig fort. Durch die Mitwirkung an einer Folgestudie am Lehrstuhl für Strategische Kommunikation ist sie auch weiterhin in der Forschung tätig. 


Kevin Reißig: Politische Kommunikation auf Landesebene

In seiner Masterarbeit „Politische  Kommunikation  auf  Landesebene“  führte Kevin Reißig  eine  quantitative  und  qualitative  Vergleichsstudie  zu  Kommunikationsmanagement  und  insbesondere  zur  Erfolgskontrolle  landespolitischer  Organisationen  in     der     Bundesrepublik     Deutschland     durch. „Indem     er     ein     umfassendes     Bild     des     Kommunikationsmanagements auf der Ebene der Bundesländer zeichnet, nimmt er Akteure (Ministerien, Staatskanzleien,  Parlamente,  Fraktionen,  Parteien)  in  den  Blick,  die  sowohl  in  der  Forschung  zur  politischen Kommunikation als auch in Untersuchungen zum PR-Berufsfeld bislang nur partiell (und zudem oft eher normativ als empirisch) berücksichtigt wurden“, heißt es in der Jurybegründung. Kevin Reißig, der das  Master-Studium  insgesamt  als  Jahrgangsbester  abschloss,  ist  heute  im  Bereich  der  politischen  Kommunikation in Dresden tätig.

Die Preisträger 2013

Bachelor: Anika Müller | Master: Doreen Adolph

Anika Müller: Investor Relations und Social Media

Bachelorabsolventin Anika Müller untersuchte die Praxis der Finanzkommunikation in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich und Japan im Social Web. Sie führte eine inhaltsanalytische Untersuchung der Investor-Relations-Aktivitäten von 190 börsennotierten Unternehmen auf verschiedenen Online-Plattformen durch. In der Jurybegründung heißt es: „Die empirische Arbeit ist für eine Bachelorarbeit von außerordentlicher Qualität und wird noch durch eine Darstellung ausgewählter Best-Practice-Beispiele ergänzt, die auch von hohem Nutzen für die Professionalisierung des Berufsfeldes sind.“


Doreen Adolph: Szenarien medialer Übernahmeschlachten

In ihrer Masterarbeit „Szenarien medialer Übernahmeschlachten“ führte Doreen Adolph eine umfangreiche empirische Untersuchung zum Framing der Presseberichterstattung bei Unternehmensübernahmen durch. Die Jury würdigte die Arbeit insbesondere aufgrund der hohen Kompetenz der Absolventin im Themenfeld Finanzkommunikation und der präzisen Durchführung einer anspruchsvollen empirischen Studie.

 

 

Die Preisträger 2012

Master: Miriam Droller

Miriam Droller: Nonprofit-Organisationen im Social Web

Die von Prof. Dr. Zerfaß und Prof. Dr. Bentele betreute Abschlussarbeit von Frau Droller über Nonprofit-Organisationen (NPOs) im Social Web überzeugte aufgrund der exzellenten Online-Inhaltsanalyse von Social-Media-Plattformen von 100 deutschen und US-amerikanischen NPOs.

Die Jury würdigte die Arbeit von Frau Droller auch aufgrund der theoretischen Beschreibung und praktischen Operationalisierung dialogischen Beziehungsaufbaus von Organisationen im Web 2.0. Der Jury-Vorsitzende Professor Günter Bentele begründete die Entscheidung mit den Worten: „Frau Droller hat in ihrer Masterarbeit einen Social-Web-Dialog-Index (SWDI) entwickelt, der Nonprofit-Organisationen helfen kann, ihren Auftritt im Web 2.0 zu optimieren. Damit unterstützt die Kandidatin den Professionalisierungsprozess eines wichtigen Teilbereiches des Berufsfeldes“. 

Die Preisträger 2011

Bachelor: Melanie Geräusch | Master: Alexander Klepel

Melanie Gerasch: Finanzkommunikation 2.0

Die Bachelorarbeit von Melanie Gerasch liefert aktuelle Einblicke in die Finanzkommunikation im Web 2.0. „Frau Geraschs Arbeit besticht durch die Gesamtanlage und die außerordentliche Qualität der empirischen Untersuchung.“, so die Jury. 


Alexander Klepel: Bauchgefühl von Kommunikationsexperten

Alexander Klepel erhielt den Preis in der Kategorie „Master- und Magisterarbeiten“ für seine Beobachtungsstudie zum „sechsten Sinn“ von Kommunikationsexperten. „Herr Klepel hat in seiner Arbeit das 'Bauchgefühl von Kommunikationsexperten' mit einer innovativ-wissenschaftlichen Methode untersucht und sichtbar gemacht. Diese mutige Leistung möchten wir honorieren.“, so die Jury.

Die Preisträger 2010

Bachelor: Doreen Adolph | Master: Dr. Christine Viertmann, geb. Wohlgemuth

Doreen Adoplh: Geschichtskommunikation

Doreen Adolphs Bachelorarbeit setzt sich mit Geschichtskommunikation am Beispiel des 450jährigen Jubiläums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) auseinander. "Ich bin sehr froh, dass meine Fallstudie in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) entstand. Die Analyse einer renommierten Kultureinrichtung hat mir unschätzbare Einblicke in die Kommunikation von Geschichtlichkeit gewährt.“, so die Preisträgerin.


Christine Viertmann: Vertrauensverlust in der Öffentlichkeit

Christine Viertmann erhielt den Preis in der Kategorie „Magisterarbeiten“ für ihre akribische Rekonstruktion der UNICEF-Vertrauenskrise. Sie betonte vor allem das erstaunliche Wechselspiel von Selbst- und Fremdwahrnehmung, das in ihrer Arbeit zu Tage trat: „Meine Magisterarbeit zeigt die hohen Erwartungen an eine Organisation, die für ‚das Gute‘ steht. Die mediale Öffentlichkeit betrachtete UNICEFs Arbeit für den guten Zweck lange Zeit mit naiven Kinderaugen, der Vertrauensvorschuss war enorm. Ich hoffe mit meiner Arbeit zu einem realistischeren, aber auch faireren Bild beigetragen zu haben.“

Die Preisträger 2009

Bachelor: Roman Rühle | Master: Juliane Kiesenbauer, geb. Mühling

Roman Rühle: Kommunikationskonzept zu 100 Jahre Völkerschlacht

Roman Rühle entwarf mit seiner Bachelor-Arbeit ein Kommunikationskonzept für ein historisches Doppeljubiläum von europäischer Tragweite: 2013 stehen der Stadt Leipzig 200 Jahre Völkerschlacht und 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal ins Haus. „Leipzig ist es bisher nicht gelungen, aus dem Doppeljubiläum von Völkerschlacht und Völkerschlachtdenkmal ein Thema zu machen. Meine Konzeption zeigt, dass es möglich ist. Daher freut es mich umso mehr, dass der Lehrstuhl die Arbeit prämiert.“, so der Preisträger.


Juliane Kiesenbauer: Kommunikationsmanagement, Mitarbeiter-Communities und Open Innovation

Juliane Kiesenbauer legte in der Kategorie Magisterarbeit eine ambitionierte Unternehmensfallstudie vor, die der Frage nachgeht, wie und weshalb sich Mitarbeiter in betriebsinternen Innovations-Communities engagieren.

Die Preisträger 2008

Bachelor: Matthias Bartmann | Master: Annekathrin Buhl

Matthias Bartmann: Kommunikationskonzept BMW Clean Energy

 Matthias Bartmann erhielt in der Kategorie „Bachelorarbeiten“ für sein Kommunikationskonzept „BMW Clean Energy“ den Günter-Thiele-Preis im Jahr 2008 und blickt zurück: „Dies ist der großartige Abschluss des tollen Studiums an der Uni Leipzig. Erst dieses Studium hat es mir ermöglicht, sowohl theoretisch als auch praktisch in die Materie der Umweltkommunikation einzutauchen.“ 


Annekathrin Buhl: Controlling und Evaluation von Events

Annekathrin Buhl erhält den Preis in der Kategorie „Magisterarbeiten“ für die Entwicklung eines Eventcontrolling-Systems, „Für mich ist meine Abschlussarbeit wie ein Gesellenstück. Als Student arbeitet man immer mit dem Kopf, erschafft nichts Gegenständliches wie ein Schreiner mit seinen Händen. Mit meiner Abschlussarbeit habe ich ein konkretes, in Leder gebundenes Ergebnis, für das sich auch andere Wissenschaftler und Praktiker interessieren. Dafür von einer Jury aus anerkannten Wissenschaftlern ausgezeichnet zu werden, das ist einfach großartig.“, so die Preisträgerin.